Den Evangelisten singt Ernst Haefliger, einer der bedeutendsten deutschen lyrischen Tenöre der Nachkriegszeit, daneben sind Marga Höffgen (Alt), Agnes Giebel (Sopran), Franz Kelch (Bass) als Jesus und Hans-Olaf Hudemann (Bass) in den Rollen Petrus und Pilatus zu hören.
Zentrales Element des Passionsberichtes - beginnend mit der Gefangennahme Jesu - ist der Evangelist, dessen Worte den Kapiteln 18 und 19 des Johannesevangeliums folgen.
Wie Säulen wirken die 12 Choralstrophen, die das Werk gliedern. Die Volkschöre, die "turbae", sind in ihrer Schärfe ohne vergleichbares Vorbild in der Musikgeschichte. Die Brutaliät und Blutgier der Masse, die Arroganz der Hohepriester, der Sarkasmus der Kriegsknechte - dies alles ist höchst bildlich und erschreckend von Bach in Musik gesetzt worden.
"Man darf nicht vergessen daß Bach nicht nur einer der größten Tonkünstler ist, sondern auch einer der größten Mystiker, die die Welt hervorgebracht hat."
(Albert Schweitzer, 1908) |