Sigfrid Karg-Elert - Lieder (M. Schäfer - E. Breidenbach)
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Sigfrid Karg-Elert (1877-1933) wurde als Komponist über seine Wahlheimat Leipzig hinaus durchaus wahrgenommen, doch galt er weder als Fackelträger des musikalischen Fortschritts, noch gelang es ihm, weitreichende Popularität zu erringen. Zum einen vermied er geradezu vorsätzlich Werke, mit denen sich hätte Furore machen lassen, zum anderen wurden bereits kleinere Kompositionen als zu schwer, viel zu schwer abgelehnt (war man zu der Zeit an einfachere Dinge gewöhnt?). |
Erst mit seinen zahlreichen Werken für Orgel und Harmonium (seit etwa 1905) verbreitete sich Karg-Elerts Ruf, insbesondere in England und den USA. In Leipzig hingegen stieß er zunehmend auf den Widerstand konservativer Kreise. Die posthume Diffamierung im Musikalischen Juden-ABC (1935) tat ein Übriges, um den Namen des Komponisten über Jahrzehnte hinweg in Vergessenheit geraten zu lassen. Während Karg-Elerts bedeutende Orgel-, Harmonium- und Klavierwerke seit den siebziger Jahren systematisch wiederentdeckt wurden, ließ man das Liedschaffen zunächst ausgespart (dabei ist es mit 150-200 Sologesängen nicht gerade schmal). Zu Unrecht, denn sie quellen über vor Einfällen und überraschenden Wendungen und besetzen von der Form her alle denkbaren Zwischenstufen vom durchkomponierten- bis zum Strophenlied. Wer möchte da nicht jede Möglichkeit ergreifen, diesen Komponisten neu kennen zu lernen? Hier bietet sich eine einzigartige Chance in der von dem lyrischen Tenor Markus Schäfer und dem Pianisten Ernst Breidenbach auf künstlerisch höchstem Niveau eingespielten Auswahl. Um dem Niveau gerecht zu werden, wird die Einspielung als SACD Hybrid präsentiert. |
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