Hans Gál (1890-1987) - Orgelwerke (Istvan Matyas)
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| In Gáls Schaffen finden sich drei Werke für Orgel solo, daneben ein Concertino für Orgel und Streicher sowie Zwei religiöse Lieder für Sopran, Orgel und Gambe (oder Cello). Alle diese Werke sind für die vorliegende CD zum ersten Mal eingespielt worden. |
Hans Gál, als Sohn eines Arztes in eine Wiener jüdische Familie geboren, komponierte bereits frühzeitig und mit beachtlichem Erfolg. Trotzdem vernichtete er später den größten Teils eines Frühwerkes als für sein Schaffen nicht repräsentativ. Er, der meisterhaft mit großen Formen wie Opern oder auch groß angelegten Chorwerken die Musikwelt für sich einnahm, der 1929 Direktor des Mainzer Konservatoriums wurde und sich zu einer der führenden Persönlichkeiten im deutschen Musikleben etablierte, sah seine Werk nach der Machtergreifung Hitlers mit Aufführungsverbot belegt. 1938 musste die Familie gar nach England fliehen. In Edinburgh konnte er wieder Fuß fassen, wurde 1945 Dozent an der Universität und war in der Folge als eine der Schlüsselfiguren an der Begründung des Edinburgh International Festival beteiligt. Als Hans Gál im Oktober 1987 im Alter von 97 Jahren starb, war die Mehrzahl seiner Werke unbekannt oder wurde nur selten aufgeführt. Wenn auch der Teil seiner Werke, in denen er sich der Orgel zuwendet, vergleichsweise klein ist, so zeigt sich doch, dass er über gründliche Erfahrungen im Umgang mit diesem Instrument verfügte. |
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