„Acis & Galatea", eine Schäferfabel mythischen Ursprungs, basiert auf der englischen Übersetzung ihrer Überlieferung im 13. Buch von Ovids „Metamorphosen" von John Dryden. Mit ihrer Einrichtung bescherte das Librettistenteam John Gay, Alexander Pope und John Dryden Händel nicht nur die Vorlage zu seiner ersten englischen Bühnenmusik, sondern seinem zu Lebzeiten erfolgreichsten Werk überhaupt.
Die bis heute ungebrochene Faszination von „Acis & Galatea" beruht auf der musikalischen Erfindungskraft, mit welcher Händel der dramatischen Stringenz des Librettos Folge leistete; auf der Einheit und Geschlossenheit des Ganzen sowohl, als auf der abwechslungsreichen Ausarbeitung seiner Teile. Denk- und dankbar knapp gehaltene Rezitative spannen die Hörer nicht lang auf die Folter, sondern lassen sie geradezu den Atem anhalten angesichts der Phantasiefülle, mit welcher Händel auf ihre empfindsamen Herzen einstürmt. Eine herrliche Melodie jagt die nächste, ein beglückender Einfall den anderen.
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